Die Methode Mediation stand als praktische Konfliktregelung nicht im Zentrum meiner Forschungen an der HSFK. Zu einem Standpunkt, den ich unter Mitarbeit meiner Kollegen Berthold Meyer und meiner Kollegin Änne Ostermann vorbereitet hatte, ist es nie gekommen, wohl aber zu einigen kritischen Kommentaren. Heute sind wohl die meisten unserer damaligen Ansichten in der Fachliteratur diskutiert und die Mediations-Euphorie abgeflaut. Änne Ostermann und ich haben damals die regionalen Aktivitäten von Mediatoren mit einen wissenschaftlichen Arbeitskreis zu unterstützen versucht. Dort wurden Theorien, Konzepte und Praxiserfahrungen diskutiert und Kontakte geknüpft. Dem Arbeitkreis gehörten u.a. Wilfried Kerntke und Kurt Faller an, die Wesentliches zur Praxis der Mediation beigetragen haben.

Da die meisten Teilnehmer selbständig arbeitende Mediatoren waren, erlosch das Interesse, als keine praktischen Vorteile des Arbeitskreises erkennbar wurden. In diesem Sinne ist es uns nur sehr bedingt gelungen, Wissenschaft und Praxis zusammen zu bringen.

Wir konnten schließlich einen Text des ehemaligen Praktikanten der HSFK Per Olof Busch als Report veröffentlichen. Es handelte sich dabei um einen Auszug aus seiner Diplomarbeit (Psychologie/FU Berlin), die ich von der HSFK aus betreut habe:

Per-Olof Busch, Konfliktfall Flughafenerweiterung. Eine kritische Würdigung des Verfahrens „Mediation – Eine Zukunftsregion im offenen Dialog“ zum Flughafen Frankfurt/Main, HSFK-Report Nr. 8/2000, Frankfurt/M..