Neben Veranstaltungen, in denen es darum ging, den Studierenden Kenntnisse in entwicklungspsychologischen Standards und auf der Grundlage der Psychoanalyse als Sozialwissenschaft zu vermitteln, war mir ein besonderes Anliegen, die pränatale Psychologie in meine Angebote einzubeziehen. Außerdem versuchte ich, entwicklungspsychologische Handlungstheorie jenseits von Diagnostik zu vermitteln. So habe ich z.B. die Veranstaltung Prolepsis angeboten, die das Erfahrbarmachen des Zusammenhangs von Phylo- und Ontogenese ermöglichte. Das Experimentelle der Veranstaltung bescherte den Studierenden außergewöhnliche und sehr persönliche Erfahrungen von Entwicklung.

In einem anderen Veranstaltungstyp versuchte ich, Entwicklungspsychologie als etwas zu vermitteln, das Erkenntnisse über die Entwicklungprozesse in professionellen Beziehungen ermöglicht und den Zusammenhang zwischen Progression und Klient-Sozialarbeiter-Beziehung herstellt. Mir war dabei wichtig, zwar einerseits die psychoanalytischen Begriffe zum Gegenstand des Lernprozesses werden zu lassen, aber andererseits den Studierenden auch eine metaphorische Sprache „schmackhaft“ zu machen, die in alltäglichen Dialogen oft mehr verrät als komplexe diagnostische Tests.

Thematisch gruppierte ich die einzelnen entwicklungspsychologischen Inhalte um einen speziellen Aspekt der Klient-Sozialarbeiter-Beziehung, z.B. die Übergänge (Aufnahme der Beziehung, die Etablierung neuer Erfahrungen und temporäre Trennungen, Beendigung der Beziehung).