Preis der GMK und der FSF für wissenschaftlich außergewöhnliche Leistungen in Hochschulabschlussarbeiten

Der von der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) und der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) seit 1997 vergebene Preis wird weiterentwickelt und ab 2007 unter erweiterten Kriterien neu ausgeschrieben.

Als Kuratoriumsmitglied der FSF nahm ich an der Jury für den Medien-WAL teil. In Zusammenarbeit mit Claudia Mikat (FSF), Renate Röllecke (GMK) und Lothar Mikos (HFF) erarbeiteten wir Kriterien und arbeiteten uns im Laufe der knapp 10 Jahre, die ich der Jury angehörte, durch „Berge“ von Diplom- und Staatsexamensarbeiten. Im Allgemeinen waren wir uns schnell einig, konnten aber nicht immer eindeutig nur einen ersten Preis vergeben. Zudem wollten wir Arbeiten, die anregend waren, aber eben nicht den ersten Preis bekamen, ebenfalls fördern. Wir schufen deshalb die „lobende Erwähnung“. Während der Jahrestagungen der GMK wurden die Entscheidungen verkündet und die Preise überreicht. Die laudationes schrieben wir gemeinsam.

Nachdem wir den Eindruck gewannen, dass durch die Studienreformen der letzten Jahre die Qualität der Arbeiten insgesamt nachließ, entschieden wir uns, den Schwerpunkt „außergewöhnliche Leistungen“ auf „Theorie und Praxis-Transfer“ zu verlagern.

Folgende Kandidatinnen und Kandidaten erhielten Auszeichnungen:

Verena Englert (Fachhochschule Darmstadt): „Fotografie als Medium der Lebenswelterkundung soziokulturell benachteiligter Kinder in Bangalore“ 

Michael Schwinger (Fachhochschule Darmstadt): „Medieneinsatz als Instrument pädagogischer Arbeit mit Straßenkindern in Brasilien“

Friedemann Ilg (Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg): „Religiöse Momente im Hip-Hop als religionsdidaktische Chance“

Sven Petersen (Hochschule für Musik und Theater Hannover): „Spiel ohne Grenzen? Über das Verhältnis Jugendlicher zum Jugendmedienschutz.“

Sonja Ganguin (Universität Bielefeld): „Medienkritik aus Expertensicht. Eine empirische Analyse zur Begriffsbestimmung und Evaluation von Medienkritik sowie zur Entwicklung medienpädagogischer Konsequenzen“

Alexandra Klein (Freie Universität Berlin): „Medien der Sexualaufklärung einschließlich des Internet. Eine qualitative Untersuchung mit Jugendlichen“

Katrin Hentschel und Silke Schneider (Päd. Hochschule Freiburg): „‚Ich möchte nicht mehr ohne sein‘ – Eine explorative Studie über Bedürfnisse von Senioren im Netz“

Peter Holzwarth (Päd. Hochschule Ludwigsburg): „Möglichkeiten und Grenzen interkultureller Kommunikation mit Video“

Eva Vocke (Universität Gesamthochschule Kassel): „Die Rezeption von Soap Operas bei Kindern und Jugendlichen“

Patrick Glogner (PH Ludwigsburg): „Filmpublika und ihre Umgehensweisen mit Filmen“

Thomas Eimer (Fachhochschule Nürnberg:) „Das virtuelle Jugendhaus – Konzept für eine Plattform für Jugendliche im Internet“

Anke Hildebrandt und Kristina Schrottka (Universität Bielefeld): „3DimenCity – Die Mitmachstadt für Kinder im Internet. Ein medienpädagogischer Erfahrungsraum für Mädchen und Jungen im globalen Computernetz“

Stefanie Rhein (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg): „Jugendliche Musikfans und die fanspezifische Nutzung populärmusikalischer Angebote. Eine empirische Untersuchung mit dem Multimedia Computer“

Daniela Bickler (Universität Trier): „Der Einfluß des Marktes und der Medien auf die Stellung der Kinder“

Anja Wohlfromm (Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“, Potsdam-Babelsberg): „Museum als Medium: Neue Medien in Museen. Überlegungen zu Strategien kultureller Repräsentation und ihre Beeinflussung durch elektronische Medien“

Katja Hackel (Institut für Kommunikationswissenschaft München): „Die Wirkung von Daily-Talks auf Jugendliche. Eine experimentelle Untersuchung.“

Oliver Schmelzenbach (Georg-August-Universität Göttingen): „Entwicklung und Produktion eines multimedialen Lernarrangements für den kaufmännischen Anfangsunterricht. Gestaltung und Programmierung einer Lernsoftware“

Gaby Lingke (Universität Bremen): „Tierdokumentationen – Funktion und Darstellungsmittel. Eine kleine Geschichte des Tierfilms“

Petra Scheltwort (Pädagogische Hochschule Heidelberg): „Das Moralverständnis von Kindern _ Ein Faktor bei der Rezeption von Fernsehgewalt?“

Sandra Geisler (Freie Universität Berlin): „‚Mord ist ihr Hobby‘ – Gruppendiskussionen zur Wahrnehmung von Gewalt in Krimiserien“

Astrid Helene Hecke (Universität Bremen): „Die Superhelden und das Wirtschaftswunder – Über den Import amerikanischer Comic-Kultur im Nachkriegsdeutschland“

Carina Huber (Universität Mainz): „Für Große gemacht – von Kindern gesehen. Wie rezipieren Kinder Fernsehnachrichten?“

Barbara Wörmann (Freie Universität Berlin): „Möglichkeiten und Grenzen der Kompensation von Einbußen im sozialen Umfeld und in der Mobilität durch Fernsehrezeption im Alter“