Lernen im Spiegel des Fremden. Konzepte, Methoden und Erfahrungen zur Vermittlung interkultureller Kompetenz, Frankfurt/London 2005, 197 S.

Lernen im Spiegel des Fremden

Im vorliegenden Buch führt der Autor Überlegungen zu den frühesten Wurzeln von Fremdheitserfahrungen, zu sozialen Bedingungen von Eingrenzung und Methoden interkulturellen Lernens zusammen. Die Lebenserfahrungen, die berichtet und reflektiert werden, stammen u.a. aus den Arbeitsfeldern der Sozialpädagogik, der Polizei und der öffentlichen Verwaltung. An zahlreichen anschaulichen Beschreibungen von Fallbeispielen und Seminaren, Workshops und Trainings zur interkulturellen Sensibilisierung werden Anregungen für Pädagogen, Fortbildner und Organisationen gegeben, die sich aus der Perspektive der Einheimischen mit Integrationsförderung befassen.

Forschen – Lehren – Lernen. Anregungen für die pädagogische Praxis aus der Friedens- und Konfliktforschung, Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Band 38, Frankfurt/New York (Campus Verlag) 2002, 293 S.

Forschen - Lehren - Lernen

Friedensforschung als angewandte Sozialwissenschaft umfasst nicht allein „Friedenserziehung“ und „Friedensfähigkeit“, sondern auch die Frage der Umsetzbarkeit ihrer Erkenntnisse. Büttner entwirft Strategien, die die Friedensforschung für eine angewandte Pädagogik entwickeln muss, um die gesellschaftliche Kooperations- und Konfliktfähigkeit zu fördern.

Gruppenarbeit. Eine psychoanalytisch-pädagogische Einführung, Mainz 1995, 240 S.

Gruppenarbeit

Dieses Hand – und Studienbuch sollte jeder lesen, der in pädagogischen oder / und sozial- und sonderpädagogischen Arbeitsfeldern tätig ist und das Phänomen „Gruppe“ verstehen will. Wer in diesen Arbeitsgebieten tätig ist, weiß oder ahnt, dass nicht alles was Kinder oder Jugendliche in einer Gruppe von Gleichaltrigen tun, aus ihnen heraus verstanden werden kann. Durch strukturierte Einführungen in fachliche Hintergründe und eine breite praxisorientierte Darstellung von Phänomenen rund um und in der Gruppe liefert dieses Buch fundierte und umsetzbare Kenntnisse. Dem Leser werden vor dem Hintergrund von Gruppendynamik und psycho- analytischer Gruppenpsychotherapie viele Beispiele aus unterschiedlichen pädagogischen Praxisfeldern beschrieben. Ziel des Buches ist, zu wissen und zu erkennen, wie das Gruppengeschehen einzelne beeinflusst und wie die Ressourcen der Gruppe und ihrer einzelnen Mitglieder aktiviert werden können. Wer Wert darauf legt, dass auch die sonst eher tabuisierten Themen wie: Leitung, Institution, Sexualität und Aggression deutlich angesprochen werden, wird in diesem Buch fündig, denn der Autor bringt diese deutlich zur Sprache.

Wut im Bauch. Gewalt im Alltag von Kindern und Jugendlichen, Weinheim 1993, 157 S.

Wut im Bauch

Wachsende Gewalt an Schulen, rechtsradikale junge Männer, extrem aggressive Kinder bereits in Kindergarten und Hort. Was kann Pädagogik dazu beitragen, der zunehmenden Gewaltbereitschaft in unserer Gesellschaft zu begegnen? Aus den Perspektiven „Institution“, „Familie“ und „Medien“ wird in diesem Buch versucht, eine Antwort darauf zu geben. Das Hauptaugenmerk wird dabei auf die hinter der Gewaltbereitschaft liegende Verletzlichkeit gelenkt. Sie wird bei Menschen, die zur Gewalt neigen, einerlei ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, allzu leicht übersehen. Genau hier bieten sich Pädagogen Möglichkeiten an zu „helfen“, statt zum Opfer der Gewalt ihrer Klienten zu werden. Weil es aber auf die Art der Hilfe ankommt, wird auch behandelt, welche Hilfe nützt und welche schadet.

Video-Horror, Schule und Gewalt, Weinheim 1990, 180 S.

Videohorror

Der Horror- und Gewaltvideokonsum von Kindern und Jugendlichen ist seit Jahren ungebrochen. Bisher gab es vorwiegend medienpädagogische Konzepte, dieser Faszination zu begegnen. Dazu gehörten z. B. Abschreckungsversuche, Umlenkungen der Kinderinteressen auf „wertvolle“ Aktivitäten oder auch die Herstellung eigener Filme. Der Autor dieses Buches beschreibt mit einem psychosozialen Ansatz einen ganz anderen Weg: Auf dem Hintergrund psychischer und sozialer Faktoren der Faszination an Horror- und Gewaltvideos zeigt er an den Ergebnissen eines Modellversuchs im Rahmen von Lehrerfortbildung Wege einer Annäherung an videobegeisterte Schüler auf. Im Mittelpunkt dieser Zugangsweise steht die Arbeitshypothese, daß Filmthemen und Filmhelden Übermittier von Botschaften über die Qualität von ehemaligen und gegenwärtigen Beziehungen sind. Statt Abschreckung, Drohung oder Unterweisung können so Sinnzusammenhänge verstehbar und für eine Verbesserung pädagogischer Verhältnisse genutzt werden. Horror- und Gewaltvideos, seien sie in der Lehrer-Schüler-Kommunikation als Signal oder Provokation gedacht, können dann bedeutungslos werden, wenn auf der Ebene der realen Beziehungen Wünsche erkannt und Konflikte ausgetragen werden können.

Gewalt vermeiden in gesellschaftlichen Konflikten. Erwachsenenbildung zur Auseinandersetzung zwischen Institutionen und „neuen Protestbewegungen“, Mainz 1989, 211 S.

Gewalt vermeiden in gesellschaftlichen Konflikten

In der Bundesrepublik hat sich in den letzten Jahren eine neue Konfliktzone zwischen den Alternativbewegungen und staatlichen Institutionen herausgebildet. Welche Momente solcher Begegnungen provozieren eine Polarisierung im Sinn von Ausgrenzung, Ablehnung und Gewaltanwendung, und welche ermöglichen Zusammenarbeit und inhaltliche Auseinandersetzung? Diese Fragen wurden exemplarisch für Bereitschaftspolizisten, Jugendoffiziere, Hauptschullehrerinnen und Mitarbeiterinnen sozialer Dienste untersucht. Dabei waren Rollenspiele ein wichtiges Lernfeld für das Erkennen der Ursachen von Polarisierungen und für das Entwickeln von Handlungsalternativen. Der vorliegende Band veröffentlicht die Ergebnisse dieses praxisorientierten Projekts. Die psychoanalytische Auswertung der Seminare geht besonders auf die in den Berufsgruppen jeweils spezifisch ablaufenden Prozesse ein, die gewaltfördernde oder -mindernde Tendenzen stützen.

Mit aggressiven Kindern leben, Weinheim 1988, Moskau 1991 und Vilnius 1998, 187 S.

Mit aggressiven Kindern leben  Mit aggressiven Kindern leben Original  Mit aggressiven Kindern leben alt

Action-Spielzeug, Gewalt-Videos und eine zunehmende Brutalisierung der Umgangsformen haben heute bei vielen Eltern und Erziehern eine große Besorgnis hervorgerufen. Die Verführung der Kinder zu Konfliktlösungen mit Gewalt durch Spielzeug und Fernsehen hat viele Pädagogen ratlos gemacht, welche Mittel es gibt, sich gegen solche Einflüsse auf ihre Kinder zur Wehr zu setzen. Aber auch mit den aggressiven Kindern selbst zurechtzukommen wird immer schwieriger. Wie soll man in Schule, Kindergarten und Elternhaus auf Kinder einwirken, damit sie zu weniger gewalttätigem Verhalten in Konflikten kommen? Auf diese Fragestellungen versucht der Autor durch ein neues Verständnis kindlicher Aggressionen eine Antwort zu geben.

Kinder und Krieg. Zum pädagogischen Umgang mit Haß und Feindseligkeit, Frankfurt/M.-New York 1984, 127 S.

Kinder und Krieg

In diesem Buch wird zum ersten Mal umfassend auf die unterschiedlichen Äußerungsformen und Spiele von Kindern zum Thema Krieg eingegangen. Der Autor will solche für Kinder interessante Themen aus ihrer Lebensgeschichte heraus versteh bar machen, indem er auf die markanten Punkte der Verletzungen der Kinder durch ihre Umwelt, also auf den »Krieg der Erwachsenen gegen die Kinder« eingeht. Ihm geht es dabei nicht um allgemeine Theorien etwa zur Entstehung von Aggressionen, sondern um die konkrete Vorlage für die Szenarien, die Kinder in ihren Kriegsspielen verwenden. In der Analyse zahlreicher pädagogischer Situationen aus Kindergarten und Schule werden Handlungsperspektiven deutlich gemacht, die die Verschränkung der Aktionen von Kindern mit den Absichten der Pädagogen aufzeigen und den »Krieg« der Kinder nicht als »Angriff«, sondern als Ausdruck von Angst und nach innen gekehrter, erfahrener Feindseligkeit verstehen lassen.

Kriegsangst bei Kindern, München 1982, 110 S.

Kriegsangst bei Kindern

Kann ein Kind verstehen, was Krieg bedeutet? Ist es nicht viel zu jung, um sich mit Themen wie Tod und Zerstörung auseinanderzusetzen ? Und wie kann ich ihm beibringen, dass es sich nicht für Krieg, Panzer und Schießereien begeistern soll, stattdessen für das friedliche Austragen von Konflikten? Auf all diese Fragen gibt es viele Antworten, bisher aber keine pädagogische Äußerung, die sich an den Vorstellungen der Kinder orientiert. Dieses Buch will den Leser mit einer analytischen Betrachtungsweise bekanntmachen und an Hand von Kinderzeichnungen und Schüleräußerungen Verstehenshilfen bieten. Denn Kriegsängste und Phantasien von Kindern haben weniger mit unserem Angebot an Kriegsvorbildern zu tun als mit dem, was Kinder in unserer „friedlichen“ Welt unmittelbar erfahren. Wichtig ist daher, die Signale zu erkennen, die verstehen lassen, was mit den Kindern wirklich los ist.

Spiele gegen Streit, Angst und Not. Spielpädagogik und soziales Lernen, Waldkirch 1982, 132 S

Spiele gegen Streit, Angst und Not

Wer ernsthaft etwas gegen Krieg und Waffen hat, wird dafür kämpfen, Waffen und Kriege abzuschaffen, und wer auch in Zukunft jede Kriegsgefahr vermeiden möchte, fängt am besten bei kleinen Kindern damit an. Gängiges pädagogisches Vorgehen: Vermittlung von Einsicht in die Menschenverachtung von Kriegshandlungen und/oder Wegnehmen von »gefährlichem« Spielzeug, z. B. Kriegsspielzeug und Ersetzen durch »gutes« Spielzeug. Allerdings gerät bei solch pädagogisch-pazifistischem Eifer eine andere, eine kindliche Ebene des pädagogischen Bezugs leicht aus dem Blickfeld: Wer sich bedroht fühlt, wird sich Schutz suchen und/oder gefährlich machen. Ein (Spielzeug-)Panzer bietet ideal erweise beides. Was muss er von denen denken, die ihm seinen Schutz oder die Zeichen seiner Gefährlichkeit nehmen wollen? Und: Wovon oder weshalb fühlt er sich bedroht? Kinder sind dem, was auf der affektiven Ebene Frieden bedeuten könnte, vielleicht noch näher, als so mancher pazifistische Erwachsene. Wer mit kleinen Kindern arbeiten will, muss viel direkter ihr Vertrauen gewinnen, als es bei Erwachsenen notwendig erscheint. Wer friedenspädagogisch mit Kindern arbeiten möchte, sollte bereit sein, genau hinzuschauen und sich helfen zu lassen, wenn seine Kinder nicht so handeln, wie er es gerne von ihnen hätte. Er sollte dann aber auch den Mut haben, sich auf seine Verletzungen und Kränkungen einzulassen. Und wer für Kinder arbeiten möchte, sollte zunächst einmal die richtigen Fragen zu unfriedlichen pädagogischen Situationen stellen. In den meisten Fällen stecken in ihm selbst die Antworten: Meist macht schon das Einfühlen in die Situation eines Kindes erklärlich, aus welchen Gründen es wie reagiert. Vor allem aber sollten Friedenspädagogen, die mit oder für Kinder arbeiten, sich vergegenwärtigen, welche Verantwortung sie übernehmen wollen. Wollen sie bisherige Erfahrungen von Erziehung und Wegnehmen oder -geben um ähnliche Erfahrungen bereichern oder wollen sie sich verbindlich auf die Prozesse einlassen, in denen sie selbst auch als Person gefordert sind? In diesem Buch ist in erster Linie die Aufforderung enthalten, das pädagogische Verhältnis einmal umzukehren. Aus den Erfahrungen damit wird sich der Pädagoge sensibler als er es je mit intentionaler Pädagogik vermag um Ursachen von Konflikten kümmern können. Sich von Kindern leiten zu lassen, kann zugleich die Chance sein, dass ein Pädagoge sich auf eigene Bedürfnisse zurückbesinnt, die ihm Reaktionen der Kinder auf ihn viel verständlicher machen als irgendeine Theorie über soziales Verhalten. Vor allem aber geht es im Zusammenhang mit dem Umgang mit Konflikten um die Konfrontation mit gestörter kindlicher Entwicklung. Spiele gegen Streit, Angst und Not verweisen immer auf etwas, das nicht so abläuft wie es sollte. Das hat Folgen. Und mit diesen Folgen sollte jeder Pädagoge rechnen, der Kindern in ihren Konflikten und affektiven Problemen helfen möchte. Er ist kein Therapeut, aber die Kinder, mit denen er arbeitet, brauchen dennoch sein Verständnis.