Eine sozialpsychologische Analyse (1983)

(mit Ute Volmerg)

Gegenstand des Projektes waren Friedensmaterialien katholischer Verbände, die sich an Menschen richten, welche in der praktischen Friedensarbeit „vor Ort“ Unterstützung suchen, und die Vorschläge für die konkrete Gruppenarbeit in der Gemeinde enthalten.

Im Mittelpunkt der Analyse standen methodisch-didaktische Gesichtspunkte. Der Vergleich der in den Materialien angegebenen Bildungsziele mit der vorgeschlagenen Art und Weise ihrer Verwirklichung führte zu dem Ergebnis, dass einer konsequenten Auseinandersetzung mit unfriedlichen Strukturen im Nahbereich ausgewichen wird. Vor allem wo man selbst als Anwender der Materialien oder die jeweilige Gruppe betroffen wäre, legen die Materialien die „Flucht in die große Politik“ nahe. Obwohl die Materialien sozialpsychologische und politische Friedensfragen spannend und plastisch für die Gruppenarbeit in der Gemeinde aufbereiten, lässt sich ein Kompetenzdefizit im Umgang mit psychosozialen Prozessen feststellen. Diese Aufgabe bleibt dann dem jeweiligen Gruppenleiter ohne die notwendige Hilfestellung überlassen.