Poster aus einem Workshop
Poster aus einem Workshop

Im Rahmen des EU-Projektes „NGOs and Police Against Prejudice (NAPAP)- Polizei in einer multikulturellen Gesellschaft 1997 – 1999“ warben Frankfurter Polizeibeamte und -beamtinnen gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern von Migrantenorganisationen unter der Federführung des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) für mehr gegenseitiges Verständnis und Toleranz. Durch besseres Kennenlernen der verschiedenen Lebenswelten, Informationsaustausch über die Rolle der Polizei in einer demokratischen Gesellschaft und die Lebenssituation von Migranten und Migrantinnen in einer Großstadt versuchten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in diesem Projekt, Brücken zu bauen und gegenseitige Vorbehalte zu überwinden. Dabei stand die Vermeidung von Diskriminierung ebenso im Vordergrund wie die Heranführung von Zuwanderern an die demokratischen Institutionen und die Regeln der Aufnahmegesellschaft. Zielgruppe des Projektes waren seinerzeit Migranten/innen. Heute werden auch Deutsche angesprochen, die sich z.B. in ihrer Vereinsarbeit mit dem Thema der Migration beschäftigen.

Rollentausch im Workshop
Rollentausch im Workshop

Kooperationspartner waren/sind:

– das Polizeipräsidium Frankfurt am Main mit Unterstützung des Hessischen Ministeriums des Innern und für Landwirtschaft, Forsten und Naturschutz, Wiesbaden
– Ausländerbeauftragte der Frankfurter Polizei
– die Hessische Polizeischule Wiesbaden
– Nichtregierungsorganisationen, wie Migranten- und Flüchtlingsvereine sowie Antirassismusinitiativen
– Trainerinnen des Vereins „Eine Welt der Vielfalt“, Berlin sowie
– Mitwirkende ausländischer Herkunft, die an den Workshops und Seminaren erfolgreich teilgenommen haben.

Die HSFK bzw. ich wurde mit der Evaluierung des EU-Projektes beauftragt. Ich nahm über die Begleitung und Auswertung der Seminare und Workshops auch an einigen europäischen Treffen im Rahmen des EU-Projektes teil (Reading/England, Bologna/Italien und Kopenhagen/Dänemark). Dort konnte ich interessante Erfahrungen in interkulturellen Kontexten machen, die mein späteres Engagement im Bereich interkulturelle Kompetenz begründeten.

Aus den Begleituntersuchungen sind mehrere Publikationen hervorgegangen, u.a. ein Report, gemeinsam verfasst mit Rosi Wolf-Almanasreh, der damaligen Leiterin des AmkA.