Mit dem Thema Schule habe ich meine Projektarbeit an der HSFK begonnen (Strategien…). Seitdem hat es immer wieder Stationen gegeben, bei denen ich mich mit der Institution Schule auseinandergesetzt habe, zuletzt in der Evaluation eines Comenius-Programms. Zahlreiche Publikationen waren dem Versuch gewidmet, Schule kindgerechter werden zu lassen, in zahlreichen Supervisionen habe ich Lehrerinnen und Lehrer bei ihrer Suche vor Ort begleitet. Besonders hilfreich waren für mich die Bücher von Kurt Singer (Verhindert die Schule das Lernen?), Jürg Jegge (Dummheit ist lernbar) und Horst Brück (Die Angst des Lehrers vor seinen Schülern). In meiner Lehrtätigkeit stand ich dann selbst „auf dem Prüfstand“ und habe mit meinem Kollegen Bernhard Meyer an einer angemessenen Struktur von Veranstaltung (der Teko) gearbeitet.

Eine Auswahl meiner Veröffentlichungen zum Thema Schule:

Schule ohne Gewalt? Konfliktberatung im pädagogischen Arbeitsfeld Schule, HSFK-Report 5/1998, 46 S. (pdf-Format)

mit Elke Schwichtenberg:
Brutal und unkontrolliert. Schülergewalt und Interventionsmöglichkeiten in der Grundschule, Weinheim-Basel 2000, 208 S.

Brutal und unkontrolliert.

Die Autoren untersuchen, die vielfältigen Ursachen von Schülergewalt und zeigen, wie in der Grundschule vermittelnd eingegriffen werden kann. In den „Gewaltakten“ bündeln sich viele Faktoren: Elternhaus, Unterrichtsstruktur, Arbeitsbeziehungen im Kollegium, Schulorganisation, äußere Gestaltung der Schule etc. Viele Gewalthandlungen sehen ähnlich aus; dennoch können einzelne Faktoren unterschiedlich beteiligt sein. Für die verschiedenen Zugänge von Lehrkräften, Schulleitung, Erziehungsberatungsstellen und Fortbildungseinrichtungen werden Perspektiven und Interventionsmöglichkeiten vorgestellt, die der Komplexität des Gewaltphänomens gerecht werden.

mit Urte Finger-Trescher (Hg.)
Psychoanalyse und schulische Konflikte

Psychoanalyse und schulische Konflikte

Seit Begründung der Psychoanalyse sind Schule und schulische Konflikte immer wieder Gegenstand kritischer Reflexionen gewesen. Ob es darum ging, innerhalb der bestehenden Institution die Lebens- und Lernverhältnisse für Kinder zu verbessern, den LehrerInnen Unterstützung in den Beziehungsschwierigkeiten mit ihren SchülerInnen zu vermitteln oder die Institution als Ganzes als menschenverachtend zu kritisieren ÷ weniges von dem hat in den regulären schulischen Alltag Eingang gefunden. Dennoch fehlt es nicht an Bemühungen, wenigstens vom Umfeld her Einfluß auf schulische Konflikte zu nehmen. Bei speziellen Beratungsangeboten für Lehrerinnen, wie sie inzwischen zu den meisten Fortbildungsprogrammen gehören, hat sich neben anderen psychosozialen Methoden auch die Psychoanalyse bewährt.