Vorträge gehören zum Standardalltag wissenschaftlicher Profession. Zu Vorträgen eingeladen zu werden ist u.a. auch ein Ausweis wissenschaftlicher Reputation – je nach „Adresse“. Meist werden Vorträge Teil einer wissenschaftlichen Publikation etwa in Zeitschriften und Tagungsbänden oder sie sind Vorläufer bzw. Teile von Veröffentlichungen, die man selbst plant. So erscheinen viele wissenschaftliche Publikationslisten (auch meine eigene) umfangreicher als tatsächlich, weil viele der Titel in anderen Zusammenhängen auftauchen d.h. doppelt oder mehrfach „verwertet“ worden sind. Hinzu kommt, dass man ältere Texte öfter überarbeitet oder aktualisiert und somit seine Themen weiterentwickelt. In diesem Sinne sind z.B. die Publikationslisten Zeitschriftenbeiträge und Buchbeiträge zu verstehen.

Wissenschaftliche Vorträge sind meist sehr anstrengend für die Zuhörer, auch weil man seine Ausführungen – besonders wenn man „neu im Geschäft“ ist – schriftlich vorbereitet hat und mehr abliest als frei vorträgt. Ich habe mich erst verhältnismäßig spät in meiner Berufslaufbahn in der Lage gefühlt, vollständig frei zu sprechen oder gar ein Vortragsthema während des Vortrags zu formulieren. Um den Kontakt zum Publikum nicht zu verlieren, war mir deshalb zunehmend wichtig, zwischen einzelnen Gedanken spontane Assoziationen einzuflechten, vor allem dann, wenn ich damit Gefühlsanregungen geben konnte (Lachen, Ernst-Sein o.ä.). Ich kam mir immer mehr als Entertainer denn als Wissenschaftler vor, was mir letztlich half, meine Vorträge von der Struktur her vorzubereiten, dann aber frei und mit Blick auf das Publikum zu halten. Meine letzten Vorträge habe ich deshalb auch nicht mehr in schriftlicher Form vorliegen.





 

 

 

 

 

Themenauswahl:

Mit Gewalt ins Paradies. Einige psychologische Anmerkungen zu Terror und Terrorismus

Friedenspädagogik und Schule

Wahrnehmung realer und irrealer Gefahren

Krieg und Kriegskinder

Der Krieg in den Köpfen der MenschenAngst und Gewalt in pädagogischen Beziehungen

„Migration, Globalisierung und Medien – neue Bildungskonzepte“

Angst macht Gewalt. Reale und phantasierte Bedrohung als Herausforderung für die außerschulische Erziehung

Psychologische Faktoren von Krieg und Politik

Family and Democrazy

Fehlverhalten und der ‚code of conduct‘ in der polizeilichen Begegnung mit „ausländischen Mitbürgern“

Similarities and Differences: Which Principles Guide Film Classifiers in Europe?

Fremdheit, Empathie und professionelle Kompetenz

Demokratische Vielfalt in der polizeilichen Arbeit